Social Networking Sites (SNS)
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Social Networking Sites, oder auch soziale Netzwerke sind in den letzten Jahren entstanden und erfreuen sich einer ständig rasant wachsenden Mitgliederzahl. In diesen sozialen Netzwerken legt man sich ein Profil an, sucht alte oder auch neue Freund und tritt mit diesen in Kontakt. Da diese Netzwerke von überall auf der Welt erreichbar sind, ergeben sich sehr schnell sehr große Netzwerke.
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Wie funktioniert eine social networking site und was für sites gibt es?
Als Voraussetzung für das Benutzen einer Social Networking site ist eine Anmeldung in dem jeweiligen Netzwerk nötig. Nur durch diese ist es möglich, sich ein eigenes Profil mit Bild, demographischen Angaben und Vorlieben oder Interessen zu erstellen. Auch der berufliche Werdegang bzw. die aktuelle Tätigkeit werden erfragt.
Durch die hohe Anzahl an Mitgliedern zum Beispiel bei Facebook [1] oder auch studivz [2] trifft man relativ einfach auf bekannte Menschen, Freunde oder auch Schulkameraden, mit denen man dann eine Freundschaft eingehen und in Kontakt treten kann. Weiterhin kann man über diese Seiten gemeinsame Freunde sehen oder man wird etwa bei Facebook[www.facebook.de] über die Tätigkeiten seiner Freunde auf dem laufenden gehalten. Darüber hinaus kann man bei einigen Netzwerken in verschiede Gruppen eintreten, die eine Ausage darüber machen, welche Meinung man selbst vertritt oder mit der man sich selbst identifizieren kann. Auch gibt es themenbezogene Gruppen wie etwa Gruppen zu den verschiedenen Exkursionen an einer Uni. In anderen Netzwerken ist es möglich, gemeinsam mit Freunden kleine Online-Spiele zu spielen. Doch daneben gibt es auch soziale Netzwerke, in denen es nicht unbedingt nur um das Aufrechterhalten von Freundschaften geht. So zum Beispiel die Seite twitter [3], auf der man seine Freunde, Bekannten und den Rest der Welt auf dem Laufenden darüber hält, was man gerade macht. Seiten wie etwa xing [4] dienen eher dazu, Kontakte mit anderen Berufstätigen herzustellen und zu sammeln, um sein berufliches Netzwerk zu erweitern. Auf Seiten wie del.icio.us [5] hingegen ist es möglich, seine Lesezeichen überall im Internet zu hinterlassen und so Freunde und Bekannte etwa auf wichtige Dinge hinzuweisen. Damit soll eine übergreifende Vernetzung und ein Informatiosnaustausch ermöglicht werden. Und dann gibt es noch Dienste wie etwa friendfeed [6], die netzübergreifend funktionieren. Auf ihnen werden Aktionen auf Tritter, del.icio.us und anderen Seiten dokumentiert und sichtbar gemacht. Ein wichtiges Merkmal von sozialen Netzwerken ist, dass diese einen starken Bezug zur realen Sozialbindung wiedergeben. Zum Schluss darf auch das hatebook [7] nicht vergessen werden, welches eine Anlehnung an facebook ist und in dem User über Dinge und Personen schreiben können, die sie nicht mögen oder eben sogar hassen. Auf jedem Profil findet man Informationen über Sachen, die die Person hasst, über Musik, die die Person nicht mag oder auch über Bücher, die die Person am liebsten vernichten würde.
Für wen sind soziale Netzwerke gemacht?
Es gibt soziale Netzwerke für alle Menschen. Seiten wie studivz [8] etwa richten sich vorrangig an Stuidenten. Da es aber eigentlich hierzu keine Kontrollen gibt, kann jeder eintreten. Für Personen, die das Studivz bisher nutzten und keine Studenten waren, wurde vor einiger Zeit das neue Portal meinvz [9] eröffnet. Darüber hinaus gibt es diverse Netzwerke für Musiker, zum Beispiel beaties.net [10]. Auch für Singles etwa gibt es reichlich Portale. Das Größe von ihnen ist ilove.de [www.ilove.de]und besitzt über 4,5 Millionen Mitglieder. Auch extra Netzwerke für Schüler gibt es, wie zum Beispiel das schülervz [www.schuelervz.net]. Um sich dort allerdings anmelden zu können, benötigt man eine Einladung von einer Person, die schon in dem Netzwerk registriert ist. Auch Netzwerke für Menschen der gleichen Region nehmen ständig zu. Zu nennen wäre hier als Beispiel happynes [11]. Auch auf dieser site kann man mit Menschen aus seiner Region in Kontakt treten und sich bespielsweise über die Wochenendplanung austauschen.
Wo gibt es überall social network sites?
Man kann sagen, dass fast jedes Land in Europa sein eigenes Netzwerk besitzt. In Deutschland dominiert ganz klar das studivz [12]. Es zählt weit über 4 Millionen Mitglieder. Die Versuche, studivz auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt zu machen und zu verbreiten, scheiterten jedoch, da jedes Land sein eigenes Netzwerk besitzt. In Polen ist dies zu Beispiel Nasza Klasa [13], was so viel bedeutet wie unsere Klasse. Ein Treffpunkt für Briten und Iren ist bebo.com [14], einer Seite, ähnlich wie MySpace. Angeblich kommt Bebo in Irland sogar auf mehr Zugriffe als Google. Auch Facebook ist in Großbritannien sehr populär. In Frankreich hingegen ist das Bloggen um ein Vielfaches weiter verbreitet als in den meisten anderen nicht englischsprachigen Ländern. Über die Plattform Skyrock.com [15] etwa wird ein Blogdienst mit mehr als 15 Millionen Weblogs angeboten. Die spanische Jugend findet auf der Plattform Hi5.com [16] zu einander. Dies ist eine Plattform, die vorrangig auf dem lateinamerikanischen Markt etabliert ist. Daran kann man auch erkennen, dass es zwischen den einzelnen Netzwerken nicht unbedingt um Ländergrenzen, sondern viel mehr um Sprachbarrieren geht. Da die skandinavischen Länder mit der englischen Sprache sehr vertraut sind, ist hier facebook der Marktführer. In Italien gibt es hingegen keinen großen Netzwerk- Marktführer. Diejenigen, die sich in einem social netwerk anmelden, tun dies vorrangig bei facebook.
Was sind die Nachteile der social network sites?
Viele Menschen geben in den sozialen Netzwerken, ohne groß darüber nachzudenken, leichtsinnig viel zu viele persönliche Informationen von sich preis, welche dann für Dinge wie beispielsweise personenbezogene Werbung missbraucht werden können. Auch immer mehr Personalchefs besitzen einen eigenen Account in verschiedenen sozialen Netzwerken. Schon daher sollte man überlegen, wem man den Zugriff auf sein Profil und seine Fotos erlaubt. Erst vor kurzem war in der Presse zu hören, dass ein Rechtsanwalt eine Bewerberin nicht einstellte, da er auf ihrer Seite in einem Netzwerk sah, dass sie nicht gerne liest, seiner Meinung nach Lesen für diesen Beruf aber ein Voraussetzung sei. Auch das Problem des Stalking sollte bedacht werden. Letztes Jahr war eine junge Frau in den Medien, die Bilder von sich online stellte und diese öffentlich und für jedermann sichtbar macht. Eine Person, die sie nicht leiden konnte, kopierte ihre Bilder auf den eigenen Rechner und erstellte mit Hilfe dieser Bilder unter dem Namen der Geschädigten ein neues Profil. Zu den kopierten Bildern fügte sie noch einige Bilder in eindeutignen Posen bei, worauf der Ruf des Opfers erheblich beschädigt wurde. Man sollte also immer, bevor man etwas in das Internet stellt, darüber nachdenken, was dies für Konsequenzen für einen selbst oder andere Personen haben könnte, denn er heisst nicht umsonst:
Das Internet vergisst nie!
Links
http://www.deutsche-startups.de/2008/10/28/soziale-netzwerke-und-ihre-nutzer-2/
http://fuchs.icts.sbg.ac.at/SNS_D.html
http://www.heise.de/newsticker/Holtzbrinck-schluckt-Studentenportal-StudiVZ-Update--/meldung/83150
http://www.iwiki.de/wiki/index.php/Web2.0:_Auswirkungen_auf_soziale_Netzwerke
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/03/20/aktuelle-stunde-angeklickt.xml
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Netzwerk
http://www.zeit.de/online/2009/12/social-network-studie
http://www.zeit.de/online/2008/43/datenschutz-social-networks
