Spezielle Soziologie: "Das Wissen vom Wissen"
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Spezielle Soziologie
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Wann/Wo: Wintersemester 2008/09 [Universität Würzburg]
Ort/Raum: Freitag 15-19 Uhr (Beginn 15 Uhr s.t. bitte 4 Zeitstunden einplanen), 14 tägig, Raum 007
Dozentin: [Dr. Tina Guenther]
1. Termin: Freitag, der 31.10.08, 15-19 Uhr
2. Termin: Freitag, den 14.11.08,
3. Termin: Freitag, den 05.12.08
4. Termin: Freitag, den 19.12.08
5. Termin: Freitag, den 17.01.09
6. Termin: Freitag 30.01.09
Update 22.10.08: Ich bitte alle Teilnehmer, sofern über das Online-Anmeldungssystem der Universität Würzburg angemeldet, am Freitag, den 31.10.08 am HS "Das Wissen vom Wissen" teilzunehmen. Es gibt keine Beschränkung der Teilnehmerzahl. Sie bekommmen am Freitag, den 31.10.08 eine ausführliche thematische Einführung mit Präsentation von Dr. Tina Guenther mit anschließender Diskussion. Wir besprechen den Semesterablauf, die Arbeitsteilung und die Arbeitsschritte im Hauptseminar. Es wird einen Reader mit der Pflichtlektüre zum Hauptseminar geben, die Literatur stelle ich gerade zusammen. Alle weiteren aktuellen Informationen zum Seminar werden fortlaufend hier bekannt gegeben; außerdem wird es wieder einen E-Mail-Verteiler geben.
Update 23.10.08: Alle Folienpräsentationen im Seminar werden auf [Slideshare] für die Teilnehmer gesammelt. Außerdem steht eine Gruppe auf [Friendfeed] für die Koordination im HS "Das Wissen vom Wissen" zur Verfügung, dazu bitte bei [Friendfeed] registrieren.
Update: 21.11.08 Jeder von Ihnen sollte eine E-Mail von mir mit Seminaranforderungen und Hinweisen zur Erstellung und Bearbeitung Ihres Wiki-Artikels erhalten haben. Sind Sie Seminarteilnehmer und haben keine E-Mail von mir erhalten, senden Sie mir eine E-Mail an mail (at) tguenther (punkt) de, damit ich Ihnen alle erforderlichen Informationen persönlich zusenden kann. Viel Freude und Erfolg beim Hauptseminar!
Präsentationen
Kurze Einführung in die Thematik
Seit der Aufklärung, spätestens jedoch mit der industriellen Revolution schreiben wir dem Wissen eine ungeheure soziale Bedeutung zu: Methodisch erzeugtes und wissenschaftlich abgesichertes Wissen als die bedeutendsten Ressourcen für das moderne Leben. Wissen ist Schlüssel zu ökonomischem Wohlstand, zu technologischer Entwicklung, zu politischer Macht, zu bürokratischer Herrschaft, zu rationalem Recht und zu immer weiterer reichendem Erkenntnisfortschritt. Wir beobachten eine ungeheure Zunahme der Menge und der globaler Verfügbarkeit wissenschaftlichen Wissens sowie eine stete Vermehrung akademischer Disziplinen, Subdisziplinen, wissenschaftlichen Journale und anderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Die ungeheuren und kontinuierlich weiter wachsenden Wissensmengen werden mithilfe des Bibliothekswesens, der Datenbanken und dem Internet verfügbar gehalten. Zumindest theoretisch sind sie jederzeit für jedermann abrufbar und können kurzfristig für unterschiedlichste Zwecke mobilisiert werden. Auch werden dem Wissen und verwandten Gütern (z.B. Patenten) eine immense ökonomische Bedeutung zugeschrieben: Organisation, industrielle Produktion, technischen Fortschritt, Erwerbsarbeit, das Kulturwesen usw.
Fundamental ist jedoch die Unterscheidung zwischen Wissen einerseits und Information, Kommunikation, Medien, etc. andererseits. Nur Wissen befähigt einen Akteur zum Handeln, herumliegende Information hingegen nicht. Wissen setzt voraus, dass sich ein Akteur Information aktiv aneignet. Man muss Arbeit investieren, um davon Gebrauch machen zu können (deshalb bringen die gigantischen Informationsmengen im Netz nicht nur Erleichterung, sondern verursachen auch “Arbeit”, also Aneignungsarbeit). War es bis an die Schwelle des 18. Jahrhunderts für einen fleißigen Gelehrten noch möglich, sich das global verfügbare Wissen während eines lebenslangen Intensivstudiums weitgehend anzueignen, wird dem Studierenden und Forscher am beginnenden 21. Jahrhundert rasch klar, dass er sich im Verlauf eines Berufslebens nicht einmal den Wissensvorrat des eigenen Fachgebiets komplett wird aneignen können - zu groß die Wissensmenge, zu zahlreich die Subdiszplinen und zu dynamisch die Wissensentwicklung. Folglich wird er sich Arbeitstechniken aneignen müssen, die ihm behilflich sind, unüberschaubare Wissensmengen zu verwalten und mit den Unzulänglichkeiten des Nichtwissens klar zu kommen.
Gerade wenn man sich der Begrenzung des eigenen Wissensvorrats bewusst ist, benötigt man ein Meta-Wissen, um sich mit dem begrenzten Wissen zurecht zu kommen. Dazu bietet sich folgende Wissenstypologie an:
(1) Alltagswissen. Alltagswissen dient dazu, sich zu orientieren gewöhnliche Probleme im Alltag zu bewältigen. Alltagswissen wird bei allen Menschen selbstverständlich geteilt. Es gilt als unproblematisch und selbstverständlich. Alltagswissen hat man in Kindheit und Jugend oder als Erwachsener “quasi nebenher” erworben.
(2) Wissenschaftliches Wissen. Methodisch erzeugt, hat wissenschaftliches Wissen einen Theoriebezug, ist Gegenstand von Kritik und permanente Überarbeitung.
(3) Professionelles Wissen ist eine andere Form von Expertenwissen, ebenfalls entfernt vom Alltagswissen. Es ist auf zweckgerichtetes professionelles Handeln fokussiert und verbunden mit dem Anspruch auf Exklusivität einerseits und Marktgängigkeit andererseits.
(4) Metawissen. Wie man Wissen organisiert, auffindet, aufbereitet, abruft, wie man vorhandenes Wissen zu neuem Wissen kombiniert, worin soziale Bedeutung des Wissens besteht etc.
Das Hauptseminar “Das Wissen vom Wissen” ist in drei Seminarblöcke untergliedert:
(1) Gegenstand des ersten Seminarblocks ist das lebensweltliche Wissen, das uns bei der Problembewältigung im Alltag behilflich ist. Wie dieses gemeinsam geteilte Wissen produziert wird, wie es aufrechterhalten und wie es beständig weiter entwickelt wird, und in welchem Bezug individuelle und kollektive Wissensvorräte zueinander in Beziehung stehen, wird hier erläutert. Auch richten wir einen besonderen Fokus auf praktisches Wissen: (a) situative Rahmung einer Situation und (b) Verhandlungswissen.
(2) Im zweiten Block wenden wir uns der Wissens- und Forschungssoziologie zu. Hier richten wir den Fokus auf die Frage, welchen sozialen Bedingungen wissenschaftliches Wissen produziert, aufrechterhalten und weiterentwickelt wird. Dabei gehen wir besonders auf die Merkmale und Verhältnisse der Sozialwissenschaften ein.
(3) Im dritten Seminarblock diskutieren wir aktuelle Zeitdiagnosen, die Wissen in den Mittelpunkt stellen. Die einen sprechen von einer “Wissensgesellschaft”, die anderen sprechen von einer Wissenschaftsgesellschaft, und wieder andere setzen die Bezeichnung “Wissensgesellschaft” bewusst in Anführungsstriche. Selbst, wenn man sich also einig ist, dass Wissen für die Gegenwartsgesellschaft von herausragender Bedeutung ist, lässt sich noch kontrovers diskutieren, worin diese Bedeutung besteht.
Themen und Termine
Thema 1: Das Wissen vom Wissen - Einführung (außerdem Vergabe der Themen und Referate, Eintragung in Teilnehmerliste, Erstellen des E-Mail-Verteilers) [31.10.08]
Thema 2: Wissen und Wirklichkeit als Produkt sozialer Interaktion [14.11.08]
Thema 3: Rahmenanalyse als Wissen von der strategischen Rahmung einer Situation [14.11.08]
Thema 4: Verhandlungswissen und Authentizität bzw. Inszenierung einer Situation [14.11.08]
Thema 5: Wissenschaftliche Kontinuität oder Revolution? Weber versus Kuhn [05.12.08]
Thema 6: Insider und Outsider in der Wissenschaft [05.12.08]
Thema 7: Akademisches Milieu, Eliten und soziale Selektion im akademischen Feld [05.12.08]
Thema 8: Alles Relativ? Über Subjektivität und Objektivität sozialwissenschaftlicher Erkenntnis [17.12.08]
Thema 9: Die Besonderheiten der Sozialwissenschaft. [17.12.08]
Thema 10: Die Berufsrolle des Soziologen - Raushalten oder Einmischen? Weber versus Bourdieu [17.12.08]
Thema 11: Ist die die Gegenwartsgesellschaft als eine Wissensgesellschaft? Merkmale einer Wissensgesellschaft und Abgrenzung von anderen Zeitdiagnosen [17.01.09]
Thema 12: Die Ökonomie des Wissens. Ist Wissen Ware und Eigentum? Oder ist Wissen ein Kollektivgut? Streitgespräch [31.01.09]
Thema 13: Die Politik des Wissens im Lichte der Freiheit der Forschung. Wissenschaftliche Forschung steuern und regulieren oder Freiheit der Forschung und des Forschers? Streitgespräch [31.01.09]
Thema 14: Schlussbesprechung. Das Wissen vom Wissen [31.01.09]
Literatur (Änderungen bis Seminarbeginn vorbehalten)
Thema 1: Das Wissen vom Wissen - Einführung [31.10.08]
Thema 2: Wissen und Wirklichkeit als Produkt sozialer Interaktion [14.11.08]
- Simmel, Georg. „Der Begriff und die Tragödie der Kultur“ In: ders. Philosophische Kultur. Über das Abenteuer, die Geschlechter und die Krise der Moderne. S. 195-219
- Schütz, Alfred/Luckmann, Thomas. 1979/1984: Strukturen der Lebenswelt I und II. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 147-328; 329-444; 445-586.
- Berger, Peter L. und Thomas Luckmann. 1969/1995. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt/ Main: Fischer. S. 1-48.
- Luckmann, Thomas. 2002. „Individuelles Handeln und gesellschaftliches Wissen.“ In.: ders. Wissen und Gesellschaft. Ausgewählte Aufsätze 1981-2002. S. 69-90.
- Luckmann, Thomas, 2002. „Wirklichkeit als Arbeit.“ In.: ders. Wissen und Gesellschaft. Ausgewählte Aufsätze 1981-2002. S. 91-104.
- Berger, Peter L. und Thomas Luckmann. 1969/1995. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt/ Main: Fischer. 49-204.
Thema 3: Rahmenanalyse als Wissen von der strategischen Rahmung einer Situation [14.11.08]
- Goffman, Erving. 1993. Rahmen-Analyse. Frankfurt/ Main: Suhrkamp. S. S. 9-30; 31-142, 143-620.
Thema 4: Verhandlungswissen und Authentizität bzw. Inszenierung einer Situation [14.11.08]
- Strauss, Anselm. 1978. Negotiations. S. 7-19
- Soeffner, Hans-Georg. 2004. „Handlung – Szene – Inszenierung. Zur Problematik des Rahmen-Konzepts bei der Analyse von Interaktionsprozessen“. In: ders. Auslegung des Alltags – Der Alltag der Auslegung. Konstanz: UVK/UTB. S. 160-179.
Thema 5: Wissenschaftliche Kontinuität oder Revolution? Weber versus Kuhn [05.12.08]
- Weber, Max. 1919/2002. „Wissenschaft als Beruf.“ In: Weber, Max. 2002. Schriften 1894-1922, herausgegeben von Dirk Käsler. S. 474-511.
- Kuhn, Thomas S. 1962/1976. Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Frankfurt/Main: Suhrkamp. S. 15-122.
- Knobloch, Eberhard. 2004."Copernicanische Wende. Signatur des Jahrhunderts." In: Richard van Dülmen und Sina Rauschenbach. Macht des Wissens. Die Entstehung der modernen Wissensgesellschaft. S. 89-110.
- Fischer, Klaus. 2004."Die neue Ordnung des Wissens. Experiment - Erfahrung - Beweis." In: Richard van Dülmen und Sina Rauschenbach. Macht des Wissens. Die Entstehung der modernen Wissensgesellschaft. S. 155-186.
Thema 6: Insider und Outsider in der Wissenschaft [05.12.08]
- Merton, Robert. 1972. “The Perspectives of Insiders and Outsiders.” In: Ders. 1973. The Sociology of Science. Theoretical and Empirical Investigations. Chicago: University of Chicago Press. S. 99-136.
- Merton, Robert. 1968. “The Matthew Effect in Science.” In: Ders. 1973. The Sociology of Science. Theoretical and Empirical Investigations. Chicago: University of Chicago Press. S. 439-459.
Thema 7: Akademisches Milieu, Eliten und soziale Selektion im akademischen Feld [05.12.08]
- Bourdieu, Pierre.1992. Homo academicus. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
- Hartmann, Michael. 2006. "Existiert ein Elitenwissen in der Wissensgesellschaft? Aspekte einer neuen Leistungsideologie." In: Uwe H. Bittlingmayer und Ulrich Bauer (Hg.). Die "Wissensgesellschaft". Mythos, Ideologie oder Realität? Wiesbaden: VS-Verlag. S. 471-490.
- Hartmann, Michael und Johannes Kopp. 2000.“Elitenselektion durch Bildung oder durch Herkunft? Promotion, soziale Herkunft und der Zugang zu Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft“. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 53, Heft 3, S. 436-466.
- Hirschauer, Stefan. 2004. "Peer-Review-Verfahren auf dem Prüfstand. Zum Soziologiedefizit in der Wissenschaftsevaluation. " In: Zeitschrift für Soziologie, S. 62-83.
Thema 8: Alles Relativ? Über Subjektivität und Objektivität sozialwissenschaftlicher Erkenntnis [17.12.08]
- Knorr-Cetina, Karin. 1984. Die Fabrikation von Erkenntnis. Die Anthropologie der Wissenschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp. S. 11-62.
- Knorr-Cetina, Karin. 2002. Wissenskulturen. Ein Vergleich naturwissenschaftlicher
Wissensformen. Frankfurt/Main: Suhrkamp. S. 45-73.
Thema 9: Die Besonderheiten der Sozialwissenschaft. [17.12.08]
- Mannheim, Karl. 1980 „Über die Eigenart kultursoziologischer Erkenntnis“ In: ders. Strukturen des Denkens. Frankfurt/Main: Suhrkamp. S. S. 33-155.
Thema 10: Die Berufsrolle des Soziologen - Raushalten oder Einmischen? Weber versus Bourdieu [17.12.08]
- Weber, Max. 1919/2002. „Wissenschaft als Beruf.“ In: Weber, Max. 2002. Schriften 1894-1922, herausgegeben von Dirk Käsler. S. 474-511.
- Bourdieu, Pierre.2001. „Der Beruf der Wissenschaft und die soziale Bewegung“. In: Gegenfeuer. Konstanz: UVK. S. 153-159.
- Bourdieu, Pierre.2001. „Für eine engagierte Wissenschaft“. In: Gegenfeuer. Konstanz: UVK. S. 153-159,
Thema 11: Ist die die Gegenwartsgesellschaft als eine Wissensgesellschaft? Merkmale einer Wissensgesellschaft und Abgrenzung von anderen Zeitdiagnosen [17.01.09]
- Hack, Lothar. 2006. "Wissensformen zum Anfassen und zum Abgreifen. Konstruktive Formationen der "Wissensgesellschaft" respektive des "transationalen Wissenssystems"." In: Uwe H. Bittlingmayer und Ulrich Bauer (Hg.). Die "Wissensgesellschaft". Mythos, Ideologie oder Realität? Wiesbaden: VS-Verlag. S. 109-172.
- Heidenreich, Martin. 2003. „Die Debatte um die Wissensgesellschaft.“ In: Stefan Böschen und Ingo Schulz-Schaeffer (Hg.). Wissenschaft in der Wissensgesellschaft. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 25-51.
- Heinze, Thomas. 2005. „Wissensbasierte Technologien, Organisationen und Netzwerke – eine Analyse der Kopplung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“ In: Zeitschrift für Soziologie, Jg.34.
Thema 12: Die Ökonomie des Wissens. Ist Wissen Ware und Eigentum? Oder ist Wissen ein Kollektivgut? Streitgespräch [31.01.09]
- Fuller, Steve. 1992. “Knowledge as Product and Property.” In. Ders. (Hg.). The Culture and Power of Knowledge. Berlin/New York: De Gruyter, S. 157-190.
- Stehr, Nico. 2001. Wissen und Wirtschaften. Frankfurt/Main: Suhrkamp. S.45-131.
- Troy, Irene und Raymund Werle. 2008. Uncertainty and the Market for Patents. MPIfG Working Paper 08/2. [Online verfügbar]
Thema 13: Die Politik des Wissens im Lichte der Freiheit der Forschung. Wissenschaftliche Forschung steuern und regulieren oder Freiheit der Forschung und des Forschers? Streitgespräch [31.01.09]
- Stehr, Nico. 2003. Wissenspolitik. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
Thema 14: Schlussbesprechung. Das Wissen vom Wissen [31.01.09]
Präsentation
Mit der Wahl des Referats- und Hausarbeitsthemas ist jeder Seminarteilnehmer Teil einer Arbeitsgruppe, die mit einer Präsentation - am besten mit mehreren Kurzreferaten sowie anderen kreativen Elementen - eine Seminarstunde gestaltet. Die Präsentation sollte einen guten Überblick über die gelesenen Texte vermitteln, ihre Fragestellung, Hauptaussagen und Argumentation ausführen, ggf. zusätzliche Literatur mit einbeziehen, und auf Ideen und Schwierigkeiten hinweisen.
Jede Präsentation dient dem Einüben des Präsentierens, vor allem jedoch soll sie die Diskussion vorbereiten. Die anschließende Diskussion wird ebenfalls vom Präsentationsteam moderiert.
1. Informationsgehalt: Wie breit und tief wird das Thema der Seminarsitzung bearbeitet?
2. Verständlichkeit: Wie gut wird das Wissen aufgeteilt? Wie gut sind Kurzreferate gut gegliedert? Wie verständlich wird der Stoff präsentiert?
3. Präsentierende selbst: Wie engagiert und überzeugend tragen Sie vor? Wie kreativ sind die gewählten Präsentationstechniken? Wie gut sind Sprache und Verständlichkeit?
Spätestens eine Woche vor der Präsentation sollten die Arbeitsgruppen zu einer mündlichen Besprechung kommen bzw. für eine telefonische Besprechung anrufen. (wg. Wohnort in anderer Stadt) für eine telefonische Besprechung anrufen. Außerdem können Sie selbstverständlich jederzeit eine E-Mail senden.Eine Besprechung ist natürlich auch im Anschluss an die vorausgehende Seminarsitzung möglich.
Bewertungskriterien für die Seminararbeit
Jeder Teilnehmer reicht eine Seminararbeit ein. Für die Seminararbeit im Hauptseminar werden ca. 15 Seiten erwartet(Word, Times New Roman, 12 pt, 1,5 zeilig). Abgabetermin zum Ende des Sommersemesters 2008. Schon jetzt sei darauf hingewiesen, dass bei einer verspätete Einreichung leider kein Leistungsnachweis ausgestellt werden kann.
Bewertungskriterien
1. Wie breit und tief ist das Thema bearbeitet worden? (max. 10 Punkte)
2. Verständliche Argumentation und sprachliche Qualität der Arbeit (max. 5 Punkte)
3. Logischer Aufbau und Gliederung der Seminararbeit (max. 5 Punkte)
4. Anzahl und Verarbeitung der Quellen aus der Fachliteratur (max. 5 Punkte)
Bewertungsschlüssel
- 25 Punkte - 1,0 (sehr gut)
- 24-23 Punkte - 1,3 (sehr gut minus)
- 22-21 Punkte - 1,7 (gut plus)
- 20 Punkte - 2,0 (gut)
- 19-18 Punkte - 2,3 (gut minus)
- 17-16 Punkte - 2,7 (befriedigend plus)
- 15 Punkte - 3,0 (befriedigend)
- 14-13 Punkte - 3,3 (befriedigend minus)
- 12-11 Punkte - 3,7 (ausreichend plus)
- 10-9 Punkte - 4,0 (ausreichend)
- unter 9 Punkte - 5,0 (nicht ausreichend)
Teilnahme und Leistungsnachweis
- HS ist offen für Studierende der Soziologie im Hauptstudium. Das Hauptseminar ist ausdrücklich auch offen für Studierende der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge, sofern sie bereits im Hauptstudium sind.
- HS ist ein teilgeblocktes Hauptseminar, d.h. es findet an sechs Terminen im Sommersemester 2008 an der Universität Bamberg statt.
- Teilnahmevoraussetzung: Studierender ist im Hauptstudium oder vergleichbarer Studienphase und hat sich an seiner Hochschule ordnungsgemäß angemeldet. Zur erfolgreichen Teilnahme gehören Pflichtlektüre und eine weiterführende Lektüre, regelmäßige aktive Teilnahme, Bearbeitung von Aufgaben während des Semesters. Die Pflichtlektüre zum jeweiligen Termin wird vorausgesetzt und kann ggf. mündlich oder in Form von Kurztests überprüft werden. Die Pflichtlektüre wird in Form eines Readers oder eines Ordner-Exemplars zur Verfügung gestellt.
- Gesamtnote: Beteiligung an Gestaltung einer Seminarstunde mit Referat, deren Bewertung mit 1/3 in die Gesamtnote einfließt, Bearbeitung einer begleitenden Aufgabe während des Seminars (während gesamter Vorlesungszeit des SS08), deren Bewertung mit 1/3 in die Gesamtnote einfließt, sowie eine Seminararbeit, deren Bewertung mit 1/3 in die Gesamtnote einfließt.
