Spezielle Soziologie: "Soziologie des Internet"
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Spezielle Soziologie: Soziologie des Internet
Art der Veranstaltung: Hauptseminar
Wann/Wo: Wintersemester 2008/09 [Universität Würzburg]
Ort/Raum: Freitag 10-14 Uhr (bitte 4 Zeitstunden einplanen), 14 tägig, CIP-Pool (Raum 050, erster Termin Raum 051)
Dozentin: [Dr. Tina Guenther]
1. Termin: Freitag, der 31.10.08, 10-14 Uhr
2. Termin: Freitag, den 14.11.08,
3. Termin: Freitag, den 05.12.08
4. Termin: Freitag, den 19.12.08
5. Termin: Freitag, den 17.01.09
6. Termin: Freitag 30.01.09
Update 22.10.08: Ich bitte alle Teilnehmer, sofern über das Online-Anmeldungssystem der Universität Würzburg angemeldet, am Freitag, den 31.10.08 am HS "Soziologie des Internet" teilzunehmen. Es gibt keine Beschränkung der Teilnehmerzahl. Sie bekommmen am Freitag, den 31.10.08 eine ausführliche thematische Einführung mit Präsentation von Dr. Tina Guenther mit anschließender Diskussion. Wir besprechen den Semesterablauf, die Arbeitsteilung und die Arbeitsschritte im Hauptseminar. Es wird einen Reader mit der Pflichtlektüre zum Hauptseminar geben, die Literatur stelle ich gerade zusammen. Alle weiteren aktuellen Informationen zum Seminar werden fortlaufend hier bekannt gegeben; außerdem wird es wieder einen E-Mail-Verteiler geben.
Update 30.10.08: Alle Folienpräsentationen werden auf [Slideshare] für die Teilnehmer gesammelt. Sind Sie bereits mit einigen verbreiteten "Web 2.0" Plattformen vertraut? Da die Registrierungsvorgänge immer ein bisschen Zeit brauchen, schlage ich vor, dass Sie sich bereits jetzt anmelden: [Xing], [Facebook], [StudiVZ], [Twitter], [Del.icio.us]und [Friendfeed]. Selbstverständlich entscheiden Sie selbst, welche Dienste Sie nach dem HS weiter unterhalten und aus welchen Sie wieder austreten möchten. D.h. Sie legen bitte jetzt einen Account auf den genannten Seiten an und können den Account am 30.03.09 wieder löschen. Für die Gruppenkoordination im HS steht die Gruppe "HS Internetsoziologie UniWuerzburg" auf [Friendfeed] zur Verfügung.
Update: 21.11.08 Jeder von Ihnen sollte eine E-Mail von mir mit Seminaranforderungen und Hinweisen zur Erstellung und Bearbeitung Ihres Wiki-Artikels erhalten haben. Sind Sie Seminarteilnehmer und haben keine E-Mail von mir erhalten, senden Sie mir eine E-Mail an mail (at) tguenther (punkt) de, damit ich Ihnen alle erforderlichen Informationen persönlich zusenden kann. Viel Freude und Erfolg beim Hauptseminar!
UPDATE 28.11.08: Aus aktuellem Anlass zu Ihrer Information ein Video des "elektrischen Reporters" Mario Sixtus beim ZDF über den Microblogging Dienst "Twitter" <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/83/">Elektrischer Reporter – Microblogging: Leben in 140 Zeichen</a>
Präsentationen
- Thema 1: Soziologie des Internet - Einführung(außerdem Vergabe der Themen und Referate, Eintragung in Teilnehmerliste, Erstellen des E-Mail-Verteilers) [Präsentation Tina Guenther: Einführung in die Thematik], 31.10.08
- Thema 2: Internet - Historische Entstehung, technische Grundlagen, Wachstum & Verbreitung, Nutzungsformen * [Präsentation Gruppe1 Jerome Umminger & Sebastian Scholz ], 14.11.08
- Thema 3: Social Software und Social Media [Präsentation Tobias Otto], 14.11.08
- Thema 4: "Web 2.0" und Social Software [Präsentation Nutzungspraktiken] 14.11.08
- Thema 5: Kommunikation I - "Web 2.0" und Social Software im Lichte kommunikationswissenschaftlicher und kommunikationssoziologische Grundlagen [05.12.08]
- Thema 6: Kommunikation II - Internetöffentlichkeit [Präsentation Sebastian Friedrich und Henrik Ueleke] [05.12.08]
- Thema 7: Kommunikation III - Die Netzwerkstruktur der Internetöffentlichkeit. [Präsentation Social Networking Sites] [05.12.08] [Video SNS auf YouTube]
- Thema 8: Kommunikation IV - Soziale Beziehungen, Reputation und Identität. Karrierefalle Internet oder wie man seine Beziehungen, Reputation und Identität richtig "managt" [Präsentation][05.12.08]
- Thema 9: Kommunikation V - Die Welt der Multi-User-Online-Spiele. Wie "virtuell" bzw. "real" sind Online-Spiele? Welche Rückbindungen haben Online-Spiele zur Offline-Welt? [Präsentation] [Video] [17.12.08]
- Thema 10: Das Internet als globale Wissenswelt I - Prodnutzer, Content, Code und Metadaten [Präsentation] [17.12.08]
- Thema 11: Das Internet als globale Wissenswelt II - Cyberscience & Online-Forschung [17.12.08]
- Thema 12: Das Internet als globle Wissenswelt III - Wissensproduktion in der Wikipedia. Wikipedia eine als Herausforderung für akademische Disziplinen und Professionen? [17.01.09]
- Thema 13: Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Die Besonderheiten von Werbung im Internet und die Verflechtung von Providern, Suchmaschinen und Werbung [Präsentation] [17.01.09]
- Thema 14: Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Online-Marktplätze und nicht-marktliche Communities. Verflechtungsstrukturen [31.01.09]
- Thema 15: Die Problematik des Vertrauens im "Web 2.0" [Präsentation 1] [Präsentation 2] [31.01.09]
Alle weiteren Präsentationen sollen hier ebenfalls online gestellt werden.
Kurze Einführung in die Thematik
26 Jahre nach Erfindung des TCP-IP-Protokolls, 18 Jahre nach Erfindung des World Wide Web (Kombination von HTML-Dokumenten, Hyperlinks, Domain Name System) am Schweizer Forschungsinstitut Cern sind Internet und Social Media heute das bedeutendste Medium der Gegenwart, denn alle zuvor bekannten Medien (Text, Bild, Ton, Video etc.) werden mitgeführt und können miteinander kombiniert werden. Jeder Nutzer kann zumindest theoretisch seine Nachrichten global verbreiten.
Schon ein paar Zahlen über das Wachstum des Internet sprechen Bände: Im Januar 1993 zählte die Domain Name Survey 1,3 Millionen hosts, im Juli 2008 wurden 750 Millionen gezählt. Verfügten Ende des Jahres 1995 ca. 15 Millionen Menschen über einen Zugang zum Internet, so ist ihre Zahl zum Ende des Jahres 2007 auf knapp 1,4 Milliarden angestiegen. Das bedeutet, 21,4 Prozent Weltbevölkerung sind online. Die höchsten Durchdringungsraten weisen Nordamerika (73,6 Prozent), Ozeanien/Australien (59,5 Prozent), Europa (48 Prozent), Lateinamerika und die Karibik (24,1 Prozent auf), Asien hingegen nur 15,3 Prozent, die übrigen Regionen haben noch geringere Durchdringungsraten. Zugleich stellen die Bevölkerungen des asiatischen Kontinents schon jetzt die größten Gruppen in absoluten Zahlen und die größten Sprachgemeinschaften. Es ist also kein Ende des Wachstums, im Gegenteil (vgl. [Internet World Stats] 2008).
“Web 2.0” ist ein Konzept, das ursprünglich von Tim O’Reilly anlässlich einer Konferenz im Jahr 2004 eingeführt wurde. Anders als der Begriff suggeriert, beinhaltet “Web 2.0” keinen diskreten Versionssprung vom statischen “Web 1.0” hin zum dynamischen “Web 2.0”. Vielmehr assoziiert man damit heute ein weites Spektrum von Ideen, Utopien und Geschäftsmodellen, welche sich nach dem Zusammenbruch der “New Economy” um das Jahr 2000 entwickelt und längst einen zweiten Boom der Internetwirtschaft ausgelöst haben:
(1) In einer technologischen Perspektive umfasst “Web 2.0” sogenannte Social Software, z.B. Weblogs, Wikis, Instant messaging, RSS-Feeds, Folksonomy, Social Networking Sites (Beispiele: [StudiVZ], [Facebook], [Xing]), AJAX, Open APIs, Microblogging [Twitter], Mashups und Live-Streaming-Dienste (Beispiele [Qik], [Mogulus]). All diese Funktionen und Anwendungen sind dadurch ermöglicht worden, dass Form und Inhalt getrennt aufbereitet und immer wieder anders zu neuen Onlineangeboten kombiniert werden können. So kann man Nachrichten in Stapeln anordnen und Inhalte unabhängig vom Ursprungsort in Nachrichtenströmen anzeigen (Beispiel [Friendfeed]). Tatsächlich werden die Möglichkeiten zum Upload von Content massenhaft genutzt: Die Anzahl von Weblogs geht groben Schätzungen zufolge in den dreistelligen Millionenbereich, die Online Enzyklopädie Wikipedia ist längst bedeutend umfangreicher als die Enzyklopaedia Britannica, und Nachrichtensender wie etwa CNN erhalten “Ireports” von ihren Zuschauern.
(2) “Web 2.0” steht zweitens für eine globale Medienöffentlichkeit, die an offenem, freien Austausch von Informtation und Meinung orientiert ist und eine diskursive Struktur aufweist. Jeder Inhalt wartet - mindestens theoretisch - auf sein Feedback. Was Resonanz erzeugt, wird im Netz anders bestimmt als in der bisher bekannten Medienöffentlichkeit (vgl. [AG Social Media], Meme Tracker [Rivva]).
Die Internetöffentlichkeit ist nur lose an territorial definierte Nationalstaaten gekoppelt, am ehesten an Sprachgemeinschaften. Sie lässt unendlich viele kleine Öffentlichkeiten entstehen bis hin zu persönlichen Öffentlichkeiten entstehen.
(3) “Web 2.0” ist eine globale Wissenswelt. Millionen aktiver Nutzer produzieren Wissen in einem gigantischen kollaborativen, nicht-marktlichen, heterarchischen Projekt und halten Wissen und verwandte Güter (z.B. Software, Publikationen) als Kollektivgut für die Öffentlichkeit kostenlos verfügbar (dazu gehören [Open Acess] Publikationen in der Wissenschaft, [Creative Commons] Nutzerlizenzen, [GNU] Lizenzen für freie Dokumentation). Hinzu kommt eine kollektive Wissensorganisation von Nutzerseite mithilfe der Folksonomy, der Praxis der Sacherschließung und Kategorisierung mithilfe von Bookmarks und tags (Beispiele: [Del.ico.us], [Mr. Wong]).
(4) Viertens schließlich steht “Web 2.0” für ein Geschäftsmodell, das auf der Auswertung von user generated content, von unbeabsichtigt hinterlassenen Datenspuren, relationalen Daten und Metadaten zu Werbezwecken basiert. Der arbeitende Kunde einerseits, Verbrauchercommunities andererseits sind Kernaspekte des Geschäftsmodells "Web 2.0". "Web 2.0" ist deshalb auch ein kapitalistisches Projekt.
Folglich ist das Hauptseminar “Soziologie des Internet” breit angelegt und wird in vier thematische Blöcke untergliedert:
(1) Im ersten Seminarblock soll das Internet in Bezug auf seine aktuellen technischen Entwicklungen diskutiert, dabei die bedeutendsten Anwendungen des “Web 2.0” präsentiert, diskutiert und ausprobiert werden.
(2) Im zweiten Seminarblock wenden wir uns dem Internet unter dem Aspekt der Medienkommunikation und Öffentlichkeit zu. Wir diskutieren den Strukturwandel der Kommunikation und der Öffentlichkeit im Verhältnis zur Medienöffentlichkeit von Print, Rundfunk und Fernsehen vor Verbreitung des “Web 2.0”.
(3) Im dritten Seminarblock diskutieren wir “Web 2.0” als globale Wissenswelt. Millionen aktiver Internetnutzer produzieren Wissen in einem gigantischen kollaborativen, nicht-marktlichen, heterarchischen Projekt. Dieses Wissen wird mit speziellen Lizenzmodellen als Kollektivgut verfügbar gehalten. Wir diskutieren Wissen als Kollektivgut versus Eigentum anhand der neuen Lizenzmodelle, Open Source, Open Access und der nutzerbasierten globalen Wissensorganisation mithilfe von Bookmarks und tags.
(4) Im vierten Seminarblock betrachten wir “Web 2.0” als Geschäftsmodell. Wir betrachten die Geschäftsgrundlagen, Communities, das Verhältnis von Suchfunktion, Resonanz und Werbung und nehmen dabei eine wirtschaftssoziologische Perspektive ein.
Während des gesamten Ablaufs Teilnehmer sollen angeregt werden, Formate und Anwendungen des neuen Netz aktiv zu verwenden, Erfahrungen zu sammeln, im Seminarkontext zu reflektieren und für Mitarbeit und ihre Seminararbeiten zu verwerten. Wir sammeln Folienbeiträge (Referate) der Dozentin und der Seminarteilnehmer auf [Slideshare], und alle übrigen Beiträge auf [Friendfeed].
Themen und Termine
Thema 1: Soziologie des Internet - Einführung(außerdem Vergabe der Themen und Referate, Eintragung in Teilnehmerliste, Erstellen des E-Mail-Verteilers) [31.10.08]
Thema 2: Internet - Historische Entstehung, technische Grundlagen, Wachstum & Verbreitung, Nutzungsformen [14.11.08]
Thema 3: Social Software und Social Media - Weblogs, Wikis, Social Networking Plattformen, Podcast, Videocast & Streaming, Bookmarking & tagging, Instant Messaging, RSS, APIs, Mashups etc. - eine Vorstellung der Medien der Zukunft [14.11.08]
Thema 4: "Web 2.0" und Social Software - Nutzungspraktiken: Verwendungsregeln, Code und Relationen in Weblogs und darüber hinaus. [14.11.08]
Thema 5: Kommunikation I - "Web 2.0" und Social Software im Lichte kommunikationswissenschaftlicher und kommunikationssoziologische Grundlagen [05.12.08]
Thema 6: Kommunikation II - Internetöffentlichkeit, ihre Merkmale, Entkopplung und Rückbindung an herkömmliche Öffentlichkeiten (Kaffeehausöffentlichkeit, Print-, Rundfunk & Fernsehöffentlichkeit) [05.12.08]
Thema 7: Kommunikation III - Die Netzwerkstruktur der Internetöffentlichkeit. Netzwerktheoretische Grundlagen. Das Beispiel Social Networking Plattformen. [05.12.08]
Thema 8: Kommunikation IV - Soziale Beziehungen, Reputation und Identität. Karrierefalle Internet oder wie man seine Beziehungen, Reputation und Identität richtig "managt" [05.12.08]
Thema 9: Kommunikation V - Die Welt der Multi-User-Online-Spiele. Wie "virtuell" bzw. "real" sind Online-Spiele? Welche Rückbindungen haben Online-Spiele zur Offline-Welt? [17.12.08]
Thema 10: Das Internet als globale Wissenswelt I - Prodnutzer, Content, Code und Metadaten [17.12.08]
Thema 11: Das Internet als globale Wissenswelt II - Cyberscience & Online-Forschung [17.12.08]
Thema 12: Das Internet als globle Wissenswelt III - Wissensproduktion in der Wikipedia. Wikipedia eine als Herausforderung für akademische Disziplinen und Professionen? [17.01.09]
Thema 13: Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Die Besonderheiten von Werbung im Internet und die Verflechtung von Providern, Suchmaschinen und Werbung [17.01.09]
Thema 14: Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Online-Marktplätze und nicht-marktliche Communities. Verflechtungsstrukturen [31.01.09]
Thema 15: Die Problematik des Vertrauens im "Web 2.0" [31.01.09]
Literatur
Thema 1: Soziologie des Internet - Einführung
Thema 2: Internet - Historische Entstehung, technische Grundlagen, Wachstum & Verbreitung [14.11.08]
- Castells, Manuel. 2001. The Internet Galaxy. Oxford: Oxford University Press S. 1-63; 116-136; 188-246.
- Schelske, Andreas. 2007. Soziologie vernetzter Medien. Grundlagen computervermittelter Vergesellschaftung. München: Oldenbourg. S. 29-84.
- Internet World Stats, [Website] 2008.
- PEW Internet Study & American Life Project: Internet Penetration & Impact [PDF], 2006
- PEW Internet & American Life Project: China's Online Population Explosion, [PDF] 2007
- ARD/ZDF Onlinerstudie 2008: [Internetverbreitung]; [technische Ausstattung]; [Bewegtbild-Nutzung]; [Web 2.0]; [Offliner].
Thema 3: Social Software und Social Media - Weblogs, Wikis, Social Networking Plattformen, Podcast, Videocast & Streaming, Bookmarking & tagging, Instant Messaging, RSS, APIs, Mashups etc. - Das Internet als Zukunftsmedium?! [14.11.08]
- Schmidt, Jan. 2006. Weblogs. Eine kommunikationssoziologische Studie. Konstanz. UVK. S. 13-140.
- Tipp, Annika. 2008. "Doing Being Present. Instant Messaging aus interaktionssoziologischer Perspektive." In: Christian Stegbauer und Michael Jäckel (Hg.). Social Software. Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken. Wiesbaden: VS-Verlag. S.175-194.
Thema 4: "Web 2.0" und Social Software - Nutzungspraktiken: Verwendungsregeln, Code und Relationen und die Einbindung des Internet in den Alltag [14.11.08]
- Von Kardorff, Ernst. 2008. "Virtuelle Netzwerke - neue Formen der Kommunikation und Vergesellschaftung?" In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 23-56.
- Sutter, Tillmann. 2008. ""Interaktivität" neuer Medien - Illusion und Wirklichkeit aus der Sicht einer soziologischen Kommunikationsanalyse". In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 57-74.
- Gebhardt, Julian. 2008. "Die Telematisierungg kommunikativen Handelns. Umrisse einer Konstitutionsanalyse interpersonaler Kommunikation im Alltag" In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 75-102.
- Schmidt, Jan. 2007. "Zu Form und Bestimmungsfaktoren weblogbasierter Netzwerke. Das Beispiel Twoday.net" In: Christian Stegbauer und Michael Jäckel (Hg.). Social Software. Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 71-94.
- PEW Internet Study & American Life Project. "Networked Families" [PDF], 2008.
Thema 5: Kommunikation I - "Web 2.0" und Social Software im Lichte kommunikationswissenschaftlicher und kommunikationssoziologischer Grundlagen [05.12.08]
- Theis, Anna-Maria. 1994. Organisationskommunikation. Opladen: Westdeutscher Verlag. S. 22-39.
- Münch, Richard. 1995. Dynamik der Kommunikationsgesellschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
- McLuhan, Marshall. 1964/1995. Die magischen Kanäle. Understanding Media. Dresden:Verlag der Kunst. S. 21-44; 122-140; 252-261; 310-332; 345-355; 403-416; 431-509; 520-540.
Thema 6: Kommunikation II - Internetöffentlickeit und andere Medienöffentlichkeiten in ihrem Rückspiegel [05.12.08]
- Habermas, Jürgen. 1969/2001. Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
- Benkler, Yochai. 2006. The Wealth of Networks. New Haven/London: Yale University Press. S. 59-90; 133-382. [Buch komplett zum Download verfügbar]; [Wiki zum Buch]
- Lessig, Lawrence. 2006. Code version 2.0. New York: Basic Books. [Buch komplett zum Download verfügbar]; [Free Culture Website].
- Schmidt, Jan. 2008. "Was ist neu am Social Web? Soziologische und kommunikationswissenschaftliche Grundlagen." In: Ansgar Zerfass, Martin Welker und Jan Schmidt (Hg.). Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Band 1: Grundlagen und Methoden von der Gesellschaft zum Individuum. Köln: Herbert von Halem Verlag. S. 18-40.
- Gerhards, Maria, Walter Klingler und Thilo Trump. 2008. "Das Social Web aus Rezipientensicht. Motivation, Nutzung und Nutzungstypen." In: Ansgar Zerfass, Martin Welker und Jan Schmidt (Hg.). Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Band 1: Grundlagen und Methoden von der Gesellschaft zum Individuum. Köln: Herbert von Halem Verlag. S. 129-148.
Thema 7: Kommunikation III - Die Netzwerkstruktur der Internetöffentlichkeit. Netzwerktheoretische Grundlagen. [05.12.08]
- Burt, Ronald. 2005. Brokerage & Closure. An introduction to Social Capital. Oxford: Oxford Universtity Press. S. 10-57; 58-92.
- Burt, Ronald. 2005. Brokerage & Closure. An introduction to Social Capital. Oxford: Oxford Universtity Press. S. 93-245.
Thema 8: Kommunikation IV - Soziale Beziehungen, Reputation und Identität. Wie man seine Beziehungen, Reputation und Identität "managt" [05.12.08]
- Eck, Klaus. 2008. Karrierefalle Internet. Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor es andere tun! München: Hanser. -> Dazu bitte heranziehen: Theorie der generalisierten Interaktionsmedien von Talcott Parsons. z.B. Münch, Richard. 2004. Lehrbuch zur soziologischen Theorie, Bd. 3, S. 41-178.
- PEW Internet Study & American Life Project. Digital Footprints. [PDF], 2007.
- Willems, Herbert und Sebastian Pranz. 2008. "Formationen und Transformationen der Selbstthematisierung. Von der unmittelbaren Interaktion zum Internet." In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 189-222.
- Goll, Michaela. 2008. "Professionalisierungs- und Inszenierungsstrategien in der beruflichen Netzwerkkommunikation" In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 223-246.
- Näser, Torsten. 2008. "Authentizität 2.0 – Kulturanthropologische Überlegungen zur Suche nach ‚Echtheit’ im Videoportal YouTube" [PDF]. Dazu Video von Michael Wesh [Video] und Weblog "[Mediated Cultures]"
Thema 9: Kommunikation V - Die Welt der Multi-User-Online-Spiele. Wie "virtuell" bzw. "real" sind Online-Spiele? Welche Rückbindungen haben Online-Spiele zur Offline-Welt? [17.12.08]
- Mead, George Herbert. 1973/1995. Geist, Identität und Gesellschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
- Müller, Nina S. 2008. "Assistenten, Puppenspieler und fiktive Personen. Teilnehmer und Formen der Kooperation in Online-Rollenspielen." In: Christian Stegbauer und Michael Jäckel (Hg.). Social Software. Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 195-216.
- Thiedeke, Udo. 2008. "Spiel-Räume. Zur Soziologie entgrenzter Exklusionsbereiche." In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 295-318.
- Pranz, Sebastian. 2008. "Die Präsentation des Raumes im Videospiel" In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 319-340.
Thema 10: Das Internet als globale Wissenswelt I - Prodnutzer, Content, Code und Metadaten [17.12.08]
- Guenther, Tina und Jan Schmidt. 2008. "Wissenstypen im "Web 2.0" - eine wissenssoziologische Deutung von Prodnutzung im Internet." In: Herbert Willems (Hg.) 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 167-188.
- Smith, Gene. 2008. People-Powered Metadata for the Social Web. Berkeley: New Riders. S. 1-160.
Thema 11: Das Internet als globale Wissenswelt II - Cyberscience & Online-Forschung [17.12.08]
- Nentwich, Michael. 2003. Cyberscience. Research in the age of the internet. Vienna: Austria Academy of Sciences Press. S. 183-462; 479-490.
- PEW Internet Study & American Life Project. The Internet as a Resource for News and Information about Science. [PDF] 2006.
Thema 12: Das Internet als globle Wissenswelt III - Wissensproduktion in der Wikipedia. Wikipedia eine als Herausforderung für akademische Disziplinen und Professionen? [17.01.09]
- Geser, Hans. 2008. "Vom Brockhaus zum WorldwideWiki" In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 119-142.
- Stegbauer, Christian. 2008. "Verteilte Wissensproduktion aus netzwerktheoretischer Perspektive." In: Herbert Willems (Hg.). 2008. Weltweite Welten. Internet-Figurationen aus wissenssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 143-166.
- Pentzold, Christian. 2007. "Machtvolle Wahrheiten. Diskursive Wissensgenerierung in Wikipedia aus Foucault’scher Perspektive" In: Kommunikation @ Gesellschaft. [PDF]
- Krysmanski, Hans Jürgen. 2006. "Emanzipative und subversive Potenziale der neuen Medien." In: Uwe H. Bittlingmayer und Ullrich Bauer (Hg.). "Die "Wissensgesellschaft". Mythos, Ideologie oder Realität?" S. 503-522.
Thema 13: Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Die Besonderheiten von Werbung im Internet und die Verflechtung von Providern, Suchmaschinen und Werbung [17.01.09]
- Röhle, Theo. „Think of it first as an advertising system“: Personalisierte Online-Suche als Datenlieferant des Marketings". In: Kommunikation @ Gesellschaft [PDF]
- Intensive Untersuchung der Suchmaschinen im Web, auch unter Heranziehung von Diensten wie z.B. [Google Watch Blog]
Thema 14: Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Online-Marktplätze und Communities. [31.01.09]
- Lamla, Jörn. "Building a market community. Paradoxes of Culturalization and Mercantilization in the internet". [PDF].
- Kleemann, Frank, G. Günter Voß und Kerstin Rieder. 2008. "Underpaid Innovators. The Commercial Utilization of Consumer Work through Crowdsourcing." In: STI-Studies. [PDF]
- Dolata, Ulrich. 2008. Das Internet und die Transformation der Musikindustrie. Rekonstruktion und Erklärung eines unkontrollierten sektoralen Wandels. MPIfG Discussion Paper [PDF].
Thema 15: Die Problematik des Vertrauens im "Web 2.0" [31.01.09]
- Guenther, Tina und Guido Möllering. 2009. "How to study trust online". (Manuskript, noch in Vorbereitung)
- Sebald, Gerd. 2008. Person und Vertrauen. Mediale Konstruktionen in den Online-Kooperationen der Free-/Open-Source Softwarebewegung. In: Christian Stegbauer und Michael Jäckel (Hg.). Social Software. Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken. Wiesbaden: VS-Verlag. S. 11-26.
- Thiedecke, Udo. 2007. "Trust, but test!" Das Vertrauen in virtuellen Gemeinschaften. UVK. S. 49-367.
- Bendrath, Ralf. 2007. "Der gläserne Bürger und der vorsorgliche Staat: Zum Verhältnis von Überwachung und Sicherheit in der Informationsgesellschaft" In: Kommunikation @ Gesellschaft. [PDF]
Präsentation
Mit der Wahl des Referats- und Hausarbeitsthemas ist jeder Seminarteilnehmer Teil einer Arbeitsgruppe, die mit einer Präsentation - am besten mit mehreren Kurzreferaten sowie anderen kreativen Elementen - eine Seminarstunde gestaltet. Die Präsentation sollte einen guten Überblick über die gelesenen Texte vermitteln, ihre Fragestellung, Hauptaussagen und Argumentation ausführen, ggf. zusätzliche Literatur mit einbeziehen, und auf Ideen und Schwierigkeiten hinweisen.
Jede Präsentation dient dem Einüben des Präsentierens, vor allem jedoch soll sie die Diskussion vorbereiten. Die anschließende Diskussion wird ebenfalls vom Präsentationsteam moderiert.
1. Informationsgehalt: Wie breit und tief wird das Thema der Seminarsitzung bearbeitet?
2. Verständlichkeit: Wie gut wird das Wissen aufgeteilt? Wie gut sind Kurzreferate gut gegliedert? Wie verständlich wird der Stoff präsentiert?
3. Präsentierende selbst: Wie engagiert und überzeugend tragen Sie vor? Wie kreativ sind die gewählten Präsentationstechniken? Wie gut sind Sprache und Verständlichkeit?
Spätestens eine Woche vor der Präsentation sollten die Arbeitsgruppen zu einer mündlichen Besprechung kommen bzw. für eine telefonische Besprechung anrufen. (wg. Wohnort in anderer Stadt) für eine telefonische Besprechung anrufen. Außerdem können Sie selbstverständlich jederzeit eine E-Mail senden.Eine Besprechung ist natürlich auch im Anschluss an die vorausgehende Seminarsitzung möglich.
Bewertungskriterien für die Seminararbeit
Jeder Teilnehmer reicht eine Seminararbeit ein. Für die Seminararbeit im Hauptseminar werden ca. 15 Seiten erwartet(Word, Times New Roman, 12 pt, 1,5 zeilig). Abgabetermin zum Ende des Sommersemesters 2008. Schon jetzt sei darauf hingewiesen, dass bei einer verspätete Einreichung leider kein Leistungsnachweis ausgestellt werden kann.
Bewertungskriterien
1. Wie breit und tief ist das Thema bearbeitet worden? (max. 10 Punkte)
2. Verständliche Argumentation und sprachliche Qualität der Arbeit (max. 5 Punkte)
3. Logischer Aufbau und Gliederung der Seminararbeit (max. 5 Punkte)
4. Anzahl und Verarbeitung der Quellen aus der Fachliteratur (max. 5 Punkte)
Bewertungsschlüssel
- 25 Punkte - 1,0 (sehr gut)
- 24-23 Punkte - 1,3 (sehr gut minus)
- 22-21 Punkte - 1,7 (gut plus)
- 20 Punkte - 2,0 (gut)
- 19-18 Punkte - 2,3 (gut minus)
- 17-16 Punkte - 2,7 (befriedigend plus)
- 15 Punkte - 3,0 (befriedigend)
- 14-13 Punkte - 3,3 (befriedigend minus)
- 12-11 Punkte - 3,7 (ausreichend plus)
- 10-9 Punkte - 4,0 (ausreichend)
- unter 9 Punkte - 5,0 (nicht ausreichend)
Teilnahme und Leistungsnachweis
- HS ist offen für Studierende der Soziologie im Hauptstudium. Das Hauptseminar ist ausdrücklich auch offen für Studierende der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge, sofern sie bereits im Hauptstudium sind.
- HS ist ein teilgeblocktes Hauptseminar, d.h. es findet an sechs Terminen im Sommersemester 2008 an der Universität Bamberg statt.
- Teilnahmevoraussetzung: Studierender ist im Hauptstudium oder vergleichbarer Studienphase und hat sich an seiner Hochschule ordnungsgemäß angemeldet. Zur erfolgreichen Teilnahme gehören Pflichtlektüre und eine weiterführende Lektüre, regelmäßige aktive Teilnahme, Bearbeitung von Aufgaben während des Semesters. Die Pflichtlektüre zum jeweiligen Termin wird vorausgesetzt und kann ggf. mündlich oder in Form von Kurztests überprüft werden. Die Pflichtlektüre wird in Form eines Readers oder eines Ordner-Exemplars zur Verfügung gestellt.
- Gesamtnote: Beteiligung an Gestaltung einer Seminarstunde mit Referat, deren Bewertung mit 1/3 in die Gesamtnote einfließt, Bearbeitung einer begleitenden Aufgabe während des Seminars (während gesamter Vorlesungszeit des SS08), deren Bewertung mit 1/3 in die Gesamtnote einfließt, sowie eine Seminararbeit, deren Bewertung mit 1/3 in die Gesamtnote einfließt.
